neues vergangenes abschreckendes hinterlassenes
Die Texte passen nicht so recht zu Gedichten.
Deswegen hier zu finden. Ist nicht alles fertig, aber egal.

Copyrights liegen übrigens bei allen Sachen, die ich geschrieben habe, bei mir! Könnt gerne Sachen kopieren, aber vorher Bescheid sagen, Antwort abwarten und sagen, wofür es verwendet wird!!!

Der erste stammt von meinem Bruder. Gab irgendwo mal ein Gedicht von mir und das war sozusagen die "Antwort" darauf.



Das Leben besteht zum größten Teil nur aus Schmerzen.
Und als ob es nicht schon schlimm genug ist, sie zu ertragen,
kann man sie auch nicht hinter sich bringen.
Denn die Erinnerungen sind oft noch schmerzlicher.
Mir ist klar, wen die Schuld dafür trifft.
Ich hasse grundsätzlich nichts,
doch bin ich mir hier nicht so sicher.
Es ist eine sie.
Keine Person, viel mehr eine Sache.
Eine Erfindung und sie ist mein schlimmster Feind.
Sie bestimmt unser ganzes Leben.
Man ist gelangweilt, wenn man zuviel von ihr hat.
Man ist gestresst, wenn man zu wenig von ihr hat.
Sie wartet nicht auf dich,
aber sie überholt oft.
Es ist schwer mit ihr mitzuhalten.
Kaum ist man glücklich,
zieht sie schnell an einem vorbei,
ist man aber erfüllt von Schmerzen,
quält sie dich mit ihrer Langsamkeit.
Sie läßt nur schmerzhafte Erinnerung zurück,
die dich nicht vergessen lassen.
Dabei gibt es sie im Grunde genommen gar nicht.
Sie ist ein Hirngespinst der Menschen.
Man wollte sich mit ihr viel erleichtern.
Für mich ging dieser Schuß nach hinten los.
Sie macht mein Leben grade zu unerträglich.
Das demütigendste dabei ist,
dass du dich nicht wehren kannst.
Sie erdrückt dich mit ihrer Last,
aber du kannst dich nicht wehren.
Allerdings ist ein Leben ohne sie kaum vorstellbar,
sie ist relativ, unsichtbar, schnell und langsam,
zugleich tükisch und hinterhältig,
aber ohne sie wäre unser Leben wertlos.
Sie heilt fast alle Wunden,
doch gibt es etwas, das selbst die Zeit übertrifft.
Die Liebe.
Denn die Liebe überdauert sogar die Ewigkeit.



Warten

Ich hasse es zu warten. Schon so lange warte ich. Ich frage mich, worauf ich eigentlich warte. Verstehst du, dass ich alles für dich tun würde? Das ich alles tun würde um dich nur eine Minute zu sehen, um dich einmal angucken zu dürfen, dich vielleicht einmal küssen dürfte? Ich würde nachts aufstehen, egal wie viel Uhr, um dich aus der Disco zu holen und dich nach Hause zu fahren. Ich würde stundenlang warten, für eine SMS von dir. Schon ein kurzer Anruf reicht manchmal, um mich glücklich zu machen. Ich frage mich, ob es dich nervt, wenn ich dir tausend mal am Tag schreibe, dich anrufe, dir sage, dass ich dich so sehr liebe und dich vermisse. Ich habe das Gefühl, dass es dich extrem nervt. Ich habe Angst, dass ich damit alles kaputt mache. Aber ich halte es einfach nicht aus. Ich bin es nicht gewöhnt, versetzt zu werden. Ich kann nicht ertragen, dass du sagst, du willst mich nicht sehen. Es ist Stunden her, dass ich dich gesehen habe und doch habe ich immer noch deinen Geruch in der Nase. Ich frage mich, ob du weißt, worauf du dich eingelassen hast. Noch vor zwei Tagen hast du gesagt, dass du für mich da sein willst. Und jetzt hast du zwei Tage für mich keine Zeit und ich zweifle daran, dass du es ernst gemeint hast. Ich fühle mich so schlecht, weil ich diese Gedanken habe. Ich würde so gerne einfach darauf vertrauen, dass es so ist, wie du sagst. Aber ich kann es nicht. Ich kann es einfach nicht. Ich habe Angst, dich zu verlieren. Warum bin ich so anhänglich? Warum will ich jede Minute mit dir verbringen und fordere von dir, dass du es nicht tust, wenn es mich dann traurig macht? Warum verstehe ich mich so oft selbst nicht? Warum verlange ich Dinge von dir, die ich eigentlich nicht will? Warum kann ich mit dir darüber nicht reden? Es tut so weh, es tut einfach nur weh.
Schade, dass du nicht zufällig diese Gedanken mitkriegen kannst.
Schade, dass du nicht zufällig genauso denkst.
Schade, dass du nicht mit mir darüber reden willst.
Ich habe gesagt, ich brauche Zeit, bis ich eine feste Beziehung eingehen kann, weil die letzte so schmerzhaft war und ich das erst verarbeiten will. Aber ich will nicht länger warten. Ich will mit dir zusammen sein. Wie soll ich dir das noch zeigen? Ich küsse dich mittlerweile in der Öffentlichkeit, weil ich es nicht länger verbergen will. Ich erzähle meinen Freunden von dir und sage, was ich fühle, was zwischen uns ist. Du tust das nicht. Bist du dir sicher, dass du mit mir zusammen sein willst?
Ich habe Angst, dass du das alles nicht verstehen kannst, nicht verstehen willst. Das du sagst, dass dir das zu viel ist und du das nicht ertragen kannst. Ich will dir so gerne vertrauen und ich glaube, dass kommt mit der Zeit. Vielleicht reicht es, wenn ich fest mit dir zusammen bin und dann einfach weiß, dass du das auch willst. Ich brauche Sicherheit. Ich kann mit diesem halb halb nicht länger leben.
Finde bitte einfach diesen Text. Finde ihn und sag, dass du es verstehen kannst, dass du es ertragen kannst.
Vergiss bitte nicht,
ich liebe dich!





Vom Wesen der Menschen 6.12.2003

Der Mensch ist ein Wesen seiner Zeit und ist es immer gewesen. Seine Handlungs- und Denkweisen beruhten immer auf dem Wissen, den Werten und den Gesetzen seiner Umgebung und seiner Zeit. Die Erziehung und das soziale Umfeld beeinflussen den Menschen von der Geburt an und prägen ihn. Dennoch gibt es Veranlagungen, die den Menschen für unterschiedliche Handlungs- und Denkweisen zugänglicher machen. Die genetischen Veranlagungen werden nach und nach sichtbar. Je weiter die Wissenschaft in unser Genom vordringt, desto mehr Eigenschaften der Menschen werden wir biologisch erklären können. Trotzdem ist die Ausprägung und die Unterdrückung bzw. die Hervorhebung bestimmter Eigenschaften abhängig von dem sozialen Umfeld.
Die Handlungs- und Denkweisen der Menschen sind sehr unterschiedlich, sie sind verschieden stark ausgeprägt und nehmen verschiedene Formen an. Sie sind keine starren Gebilde, doch sie folgen einem Grundschema. Sie sind wandelbar und doch fest, sie sind formbar, doch nicht willkürlich. In ihnen verbirgt sich immer die Angst, die Verletzbarkeit und die Unterwürfigkeit der Menschen. Der Mensch kann sich nicht von diesen Eigenschaften loslösen, da sie ihn verunsichern und ihm die Abhängigkeit von seiner Außenwelt vor Augen halten.
Der Mensch an sich ist Egoist. Mit allem was er tut, versucht er sich selbst zu bestätigen, sich angenommen zu fühlen und seinen Selbstverwirklichungsdrang auszuleben. Der menschliche Egoismus ist allerdings kein negativer Egoismus. Der Mensch wird durch seine Triebe bestimmt und versucht diese, soweit es die Gesellschaft zulässt, zu verwirklichen und zu befriedigen. Wenn ein Mensch beispielsweise einem anderen Menschen hilft, um sich bestätigt zu fühlen, ist er Egoist. Jedoch wird er in unserer Gesellschaft nicht als Egoist gesehen, da er einem anderen geholfen hat und sich selbst scheinbar in den Hintergrund gestellt hat. In Wahrheit hat er seinen EIGENEN Drang befriedigt. In unserer Gesellschaft wird das Wort Egoist als negativer Begriff gesehen. Das heißt nicht, dass es keine “positiven” Egoisten gibt.
Eine der menschlichen Handlungs- und Denkweisen ist dem zu Folge die Selbstverwirklichung, die sich in der eigenen Meinung, ihrer Standfestigkeit, dem Umgang mit anderen und dem Selbstwertgefühl zeigt.
Die eigene Meinung des Menschen gibt es in Wirklichkeit nicht. Sie ist ein zusammengewürfeltes Bild aus Gefühlen und Erfahrungen, vermischt mit den Eindrücken anderer und den Vorurteilen der Gesellschaft. Je nach dem, zu wie großen Teilen die eigenen Gefühle und Erfahrungen an der Meinungsbildung teilhaben, kommt der Mensch zu einer subjektiven oder objektiven Meinung über eine Sache oder eine Person. Wenn zum Beispiel eine Mensch über einen anderen nur schlechte Eindrücke hört, nur negatives über diese Person erfährt und die Gesellschaft durch Vorurteile dieses Bild bestärkt, kommt es zu einer negativen Vorstellung von diesem Menschen, ohne das diese beiden Menschen jemals miteinander zu tun gehabt hätten, geschweige denn persönlich miteinander gesprochen hätten. Wenn nun derjenige aber seine eigenen Gefühle und Erfahrungen höher stellt, als die Eindrücke, Erfahrungen und Vorurteile der anderen, kann er seine Vorstellung beeinflussen. Trotzdem wird er niemals vergessen, was er vorher über den anderen gehört hat. Je mehr jedoch die eigenen Eindrücke an der Meinungsbildung beteiligt waren, desto mehr kann der Mensch seine Meinung nach außen hin vertreten und begründen.
Es gibt also zwei grundsätzlich verschiedene Arten der eigenen Meinung. Die erste stützt sich auf die eigenen Eindrücke, auf die eigenen Gefühle und Gedanken und hat eine unabhängige, starke Standfestigkeit, die zweite stützt sich auf die Erfahrungen anderer und kann deswegen nicht auf einem Fundament aus den eigenen Gefühlen und den eigenen Gedanken aufgebaut werden. Folglich ist sie leicht angreifbar und gerät schnell ins Wackeln. Die Denkweise der Menschen beeinflusst so ihr Handeln. Während die Menschen der ersten Art der eigenen Meinung meist wenig Unterstützung und Halt an gleichgesinnten Menschen in ihrer Umgebung suchen, suchen sich die Menschen der zweiten Art immer andere Menschen mit der gleichen Meinung, damit sie nicht alleine stehen und ihre Meinung dadurch festigen können, dass sie eben auch die Meinung der anderen ist.
Allerdings sind diese beiden Arten die Extreme. Viele Menschen bilden sich gar keine Meinung sondern verhalten sich neutral. Sie bilden sich weder eine Meinung aus ihren eigenen Gefühlen, Gedanken und Eindrücken, noch aus denen anderer. Jedoch sind diese Menschen meistens hin- und hergerissen, weil sie so zu sagen zwischen den Fronten stehen und ungewollt eine Vermittlerrolle einnehmen müssen. Da beide anderen Denkweisen nicht zu dieser dritten Art passen, ist diese noch mehr dazu gezwungen, sich nicht auf eine Seite zu stellen, da sie von beiden nicht akzeptiert werden würde. Die Menschen der ersten und zweiten Art können eine Einigung erzielen, in dem sich die Menschen der zweiten Art, den Menschen der ersten Art „anschließen“ und deren Meinung übernehmen. Die Menschen dritter Art würden dies nie tun.
In der konkreten Handlungsweise zeigen sich für jede Art bestimmte Verhaltensmuster. Menschen der ersten Art berufen sich selten auf andere, sie erklären ihre Meinung an Hand von Gefühlen und Erfahrungen, sind jedoch starr auf sich selbst bezogen. Sie sind unfähig die Eindrücke anderer Personen zu akzeptieren und geraten somit in Konflikt mit Menschen ihrer eigenen Art und Andersdenkenden der zweiten Art, bzw. der dritten Art. Menschen der ersten Art können nicht erfolgreich diskutieren, weil sie eben nur von sich ausgehen und sich nicht auf andere Meinungen einlassen.
Die Menschen der zweiten Art handeln genau entgegengesetzt. Sie äußern ihre Meinung niemals losgelöst von der Meinung anderer. Immer berufen sie sich auf die Masse, auf bedeutende Persönlichkeiten oder Vorurteile. Sie reagieren aggressiv und reizbar, wenn man ihre Meinung angreift und sind nicht in der Lage zu diskutieren. Jedoch kann man sie durch ständige Beeinflussung dazu bringen, andere Meinungen anzunehmen, wenn diese in der Gesellschaft besser akzeptiert werden, oder einfacher zu vertreten sind, ohne zum Nachdenken anzuregen. Konflikte entstehen meist eher mit Personen der ersten Art, weil beide nicht oder nur schwer empfänglich für die Denkweisen ihres Gegenübers sind.
Die Menschen der dritten Art beziehen häufig gar keine Stellung. Sie nehmen keine starre Meinung an, sind in ihrer Meinungsbildung nie zufrieden oder fertig. Sie müssen ständig kontrollieren, dass Für und Wider im Gleichgewicht stehen und sie sich nicht auf eine Seite ziehen lassen. Diese Art von Menschen ist entweder diskutierfreudig, weil sie auf eigene Eindrücke, sowie die Eindrücke anderer, reagieren können, oder sie halten sich jeder Diskussion fern, da sie doch niemals zu einer Entscheidung kommen würden und am Ende resignieren würden.
Die Gründe für diese verschiedenen Arten liegen in den Ängsten, der Verletzbarkeit und der Unterwürfigkeit des Menschen. Ängstliche Menschen sind in starkem Maße abhängig von anderen, fühlen sich schnell einsam und allein gelassen; es fällt ihnen schwer vor anderen eine eigene Meinung zu vertreten. Ihre Ängste zwingen sie dazu, andere für sich denken zu lassen. Sie schließen sich einer Meinung an und sind froh, in eine „Gemeinschaft“ aufgenommen worden zu sein. Jedoch können sie sich nur schwer von dieser „gewonnen“ Sicherheit wieder lösen, da neue Suche wieder mit Angst verbunden wäre. Diese Menschen bilden die zweite Art.
Die leicht verletzbaren Menschen bilden die erste Art. Sie schützen sich in ihrer Verletzlichkeit, in dem sie andere Meinungen strikt ablehnen und so vor Enttäuschung und Frustration fliehen. Nur durch Härte und Starre können sie widerstandsfähig sein, ohne sich verletzt zu fühlen. Sie handeln nach der Devise, Angriff ist die beste Verteidigung. Menschen der ersten Art sind nicht unterwürfig, sondern müssen dominant sein.
Beide Arten der eigenen Meinung beruhen somit auf Selbstschutz sowie Egoismus, da sie absolut und ohne andere Einflüsse bestehen müssen, und können daher auch nicht einfach verändert oder abgelegt werden.
Die dritte Art ist die eigentlich unsicherste, ängstlichste und verletzbarste. Jedoch schützen sich diese Menschen durch ihre Wandelbarkeit, ihre Abschottung von einer festen Meinung. Sie bieten keine Angriffsfläche, außer ihren Standpunkt an sich. Wenn dieser Standpunkt angegriffen wird, verfallen diese Menschen in tiefe Nachdenklichkeit, kommen jedoch am Ende wieder zu diesem Standpunkt, da sie aus der Angst, eine Angriffsfläche zu bieten, heraus keine Meinung bilden können.
Zu den drei bisher genannten Arten tritt noch eine vierte. Ihr gehören die Menschen an, die eine eigene Meinung haben, aber nicht vertreten, bzw. lehren wollen. Sie passen sich der Meinung ihrer Umgebung an und leisten im Falle der Nichtübereinstimmung keinen Widerstand. Für sich wissen sie, dass sie anderer Meinung sind, auch wenn dies nicht geäußert wird. Diese Menschen sind meist diskutierfreudig, merken aber schnell, wenn sie mit Menschen der ersten oder zweiten Art zu tun haben und diese nicht auf einen Meinungsaustausch eingehen oder diese ablehnen. Die vierte Art handelt nach dem Motto: Der Klügere gibt nach.
Als letzte eigenständige Art gibt es die Menschen, die auf Grund ihrer Abhängigkeit und ihrer Ängste unfähig sind, eine eigene Meinung zu bilden oder auch nur anzunehmen. Sie haben garkeine Meinung sondern schließen sich der gerade geforderten Meinung an, ohne nachzudenken. In Konfliktsituationen ändern sie ihre Meinung schlagartig oder ziehen sich völlig zurück. Werden sie konkret nach ihrer Meinung gefragt, ohne das es grade eine geforderte Meinung gibt, ziehen sie sich zurück oder schließen sich der stärkeren Meinung an. Manchmal könnte man diese Menschen fälschlicherweise mit der dritten Art verwechseln. Der Unterschied liegt in der Unfähigkeit der fünften Art, sich überhaupt eine Meinung zu bilden.
Das größte Problem in der Meinungsbildung liegt darin, dass sich faktisch kein Mensch einem einzigen Denkmuster zuordnen lässt. Je nach Interesse und Wissen an dem Thema, wählt der Mensch unbewusst über die Art seiner Meinung aus. Jedoch läßt sich in jedem Menschen ein Grundmuster erkennen, dass er nicht ablegen kann. Menschen der ersten Art können also bei bestimmten Themen zur zweiten, dritten, vierten oder fünften Art übergehen, ihre Denkweise bleibt jedoch erhalten, sodass hinter dem gerade angewendeten Prinzip das Grundmuster zu erkennen bleibt.

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